Vorwort Sebastian Remelé

Vorwort

Unterfranken im Fokus zeitgenössischer Bildhauerei

Triennale Schweinfurt IV
„RaumZustände“

Die Kunsthalle Schweinfurt kann 2019 ihr 10-jähriges Jubiläum begehen. Sie konzentriert sich seit Jahren erfolgreich auf deutsche Kunstäußerungen der Nachkriegszeit bis in die Gegenwart und hat sich so ein repräsentatives Alleinstellungsmerkmal in Deutschland geschaffen. Ein besonderes Augenmerk der städtischen Kunstsammlung liegt dabei auf dem Werk herausragender Bildhauer, die vor allem mit den Akademien in Nürnberg und München sowie ihrer dortigen Lehrtätigkeit verbunden sind. Seit der Eröffnung 2009 richtet die Kunsthalle Schweinfurt eine Triennale aus, die bewusst alle Regionen Frankens mit einbezieht und aus der sich ein viel beachtetes weiteres Ausstellungsprojekt mit einem jurierten Gewinner entwickelt hat.

Neu ist auch die Kooperation von 5 Partnern, nämlich neben der Kunsthalle Schweinfurt und dem Kunstverein Schweinfurt als zentralem Ausstellungsort, die Kulturagentur Rhön-Grabfeld in Kloster Wechterswinkel, die Staatliche Berufsfachschule für Bildhauer in Bischofsheim/Rhön, das Bildhauerdorf Langenleiten und der Bezirk Unterfranken. Das Erbe dieser künstlerischen Ausdrucksform in der regionalen Kunstgeschichte, das traditionelle Handwerk in der Region, das Selbstverständnis des Werdegangs einer Holzschnitzschule zur Berufsfachschule werden dort in begleitenden Ausstellungen thematisiert. Ein vielgestaltiges Begleitprogramm unterstreicht die überregionale Bedeutung der Triennale Schweinfurt zusätzlich.

Mein Dank gilt in erster Linie denjenigen Institutionen, die nach einem ersten Gedankenaustausch 2016 sofort ihre Bereitschaft zur fruchtbaren Kooperation erklärten: Der Landkreis Rhön-Grabfeld mit Landrat Herrn Dr. Thomas Habermann sowie der Leiterin der Kulturagentur, Frau Dr. Astrid Hedrich-Scherpf, Herr Schulleiter OStD Kurt Hassfurter, die Herren Martin Bühner (kommisarischer künstlerischer Leiter) und StR Michael Kühnert von der Staatlichen Fachschule für Bildhauerei in Bischofsheim, das Bildhauer-Ehepaar Heike und Klaus Metz im KunstAnger Langenleiten sowie Herr Bezirkstagspräsidenten Erwin Dotzel. Der Kulturbeauftragte des Bezirks Unterfranken, Herr Prof. Dr. Klaus Reder, hat dabei immer ein offenes Ohr für die Belange der verantwortlichen Kuratorinnen gehabt.

Die Triennale wird erstmals auch von einer Medienpartnerschaft mit TV Mainfranken/mainfranken.media in der Person von Herrn Klaus Neeb, Herrn Marius Spanka und Frau Christine Bonfig unterstützt und begleitet. Sie entwarfen ein Corporate Design und kreierten eine eigene Internetseite, um Interessierten nicht nur die verschiedenen Konzepte und Ausstellungsorte näher zu bringen, sondern auch das ausgesprochen umfangreiche wie interessante Begleitprogramm zu kommunizieren.

Ohne die großzügige finanzielle Unterstützung von verschiedenen Einrichtungen hätte das ambitionierte Projekt nicht in die Tat umgesetzt werden können: Für die Förderung des Medienpaketes danken wir vor allem der Sparkasse Schweinfurt/Haßberge. Die Unterfränkische Kulturstiftung als ausgewiesener Förderer der regionalen Kulturarbeit unterstützte das Projekt von Anfang an. Auf ihre Anregung hin wird die Kunsthalle Schweinfurt unter der Schirmherrschaft des Bezirks Unterfranken in der letzten Septemberwoche 2018 Austragungsort eines Bildhauerinnen-Symposiums sein.

Für die Idee, das Konzept der Triennale erfolgreich auch in die Region Unterfranken zu tragen und somit sowohl die Synergieeffekte durch die einzelnen Partner zu nutzen als auch eine größere Öffentlichkeitswirksamkeit zu erzielen, danke ich der Leiterin der Kunsthalle, Frau Andrea Brandl M.A. Sie hat mit der Vorsitzenden des Kunstvereins Bamberg, Frau Dr. Barbara Kahle, als verantwortliche Kuratorin eine versierte Kunsthistorikerin und Kennerin der zeitgenössischen Kunstszene für das Projekt gewinnen können. Die Kunsthalle Schweinfurt, mit Frau Brandl an der Spitze, zeichnet dabei für das Gesamtprojekt verantwortlich.

Ich wünsche der Triennale IV und allen Beteiligten viele interessierte Besucher und den Erfolg, den das ambitionierte Ausstellungsvorhaben auch verdient!

Sebastian Remelé
Oberbürgermeister Stadt Schweinfurt