Vortrag

Am 26. Jul 2018 , um 19:00

Leider entfällt der Vortrag aufgrund von Krankheit der Referentin.
Ersatzweise bietet Frau Andrea Brandl, Leiterin der Kunsthalle Schweinfurt, eine Führung an:
Do, 09.08.2018, 19 Uhr: Kuratorenführung durch die Triennale IV mit Dr. Barbara Kahle

Vortrag von Stefanje Weinmayr, MA: „Münchner Bildhauerei zwischen 1950 und 1980“

Nach dem Zweiten Weltkrieg erwuchs die bildende Kunst neu aus den auch ideologischen Trümmern des Dritten Reiches und suchte nach Jahren der Abschottung Anschluss und Orientierung an das internationale Kunstgeschehen. Die empathische Formel von der abstrakten Kunst als Weltsprache im Sinne eines Anknüpfens an internationale Strömungen bestimmte  die Wahrnehmung der 50er und 60er Jahre des 20. Jahrhunderts, was sich vor allem in Berlin mit Protagonisten wie Bernhard Heiliger manifestierte. Die Münchner Bildhauerschule  dagegen  beruft sich in ihren ausgeprägten figuralen Traditionen bei aller individuellen Ausprägung auf Adolf von Hildebrand (1847-1921), der  den menschlichen Körper in seiner kubischen Existenz  begriff. Die bewusst getroffene und konsequent realisierte Entscheidung, am Menschen als wesentlichem Gegenstand bildnerischen Schaffens festzuhalten, ist eines der wesentlichen Charakteristika der Münchner Schule auch der Nachkriegsjahre, in denen andernorts die gegenstandslose Kunst ihren Siegeszug antrat.